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Tiefer Stollen: Saisonstart Besucherbergwerk und Obersteiger Fritz Rosenstock verabschiedet

Obersteiger Fritz Rosenstock nach 36 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

Tradition und Zukunft prägen den diesjährigen Saisonstart im Besucherbergwerk Tiefer Stollen. Nach 36 Jahren ist Betriebsleiter Fritz Rosenstock am vergangenen Samstag in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit seinem Nachfolger Stefan Maier startet der Tiefe Stollen jetzt in die neue Saison. Einige Neuigkeiten gab es zum offiziellen Start für die ersten und recht zahlreichen Gäste, darunter die beiden ehemaligen OBs Ulrich Pfeifle und Thilo Rentschler, schon zu bestaunen.

Auf dem Foto sind v.l.n.r. zu sehen Bürgermeister Bernd Schwarzendorfer; der neue Betriebsleiter Stefan Maier; Obersteiger Fritz Rosenstock; Oberbürgermeister Frederick Brütting; OB a.D. Thilo Rentschler; OB a.D. Ulrich Pfeifle.
Obersteiger Fritz Rosenstock wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet, v.l.n.r. Bürgermeister Bernd Schwarzendorfer; der neue Betriebsleiter Stefan Maier; Fritz Rosenstock; Oberbürgermeister Frederick Brütting; OB a.D. Thilo Rentschler; OB a.D. Ulrich Pfeifle (© Stadt Aalen)

Traditionell eröffnet wurde im Betsaal der „Erzgrube“ die Saison mit einem Gebet eröffnet, zum letzten Mal gesprochen vom scheidenden Obersteiger Fritz Rosenstock. Viele Generationen vor ihm haben ebenfalls um Schutz bei der Heiligen Barbara, Schutzheilige der Bergleute, gebetet. Im historischen Ambiente des Saales kommt dann Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins Besucherbergwerk, Bernd Schwarzendorfer, auf die weitere Entwicklung des Tiefen Stollens zu sprechen. Denn dieses „identitätsstiftende Kulturdenkmal“ verbinde die Vergangenheit mit der Zukunft. In den vergangenen sechs Monaten, sozusagen in der „Ausbildungszeit“ des neuen Betriebsleiters Stefan Maier, seien schon einige Neuerungen entstanden, so Schwarzendorfer: Der verlängerte Untertage-Bahnhof sei jetzt komplett barrierefrei ausgebaut, der Boden der Eventhalle sei eingeebnet worden, und zum neuen Betriebskonzept gehöre selbstverständlich eine moderne Medientechnik.  Der Wasseralfinger Ortsvorsteher Josef Anton Fuchs wendet  sich an den scheidenden und an den neuen Chef des Bergwerks, das im vergangenen Jahr weit über 40.000 Besucher aus dem In- und Ausland anzog und beim Weihnachtsmarkt Anfang Dezember einen neuen Besucherrekord erreichte: „Wo eine Ära endet, beginnt eine neue,“ fasst er zusammen. 

 

Dann geht es wie jedes Jahr von der „Erzgrube“ mit der SHW-Bergkapelle in Richtung Bergwerk, vor der letzten Kurve wird der „Steigermarsch“ intoniert.

 

Vor dem Bahnhofs- und Betriebsgebäude blickt Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting auf das Lebenswerk Fritz Rosenstocks zurück. Er verkörpere alles, was einen echten Bergmann ausmache. Mut, Durchhaltevermögen, technisches Wissen und vor allem eine tiefe Verbundenheit mit dem Bergbau.

 

Er habe klare Vorstellungen von der Leitung des Tiefen Stollens gehabt und gewusst, wann er diese artikulieren musste - „aber wenn es um „seine“ Mitarbeiter ging, dann stand er hinter seinen Leuten.“ Und er habe mit Leidenschaft durch die Welt unter Tage geführt, Sonderführungen, Konzerte, Halloween-Events und Theateraufführungen konzipiert. Rosenstock blickt dann abschließend zurück auf sein Amt als Betriebsleiter. Er erinnert an die vielen Tausend Tonnen Gestein, die allein für den Felsendom hinausgeschafft werden mussten. Sein Dank gilt auch Alt-OB Ulrich Pfeifle, der damals mit „Konsequenz und Weitsicht“ das enorme Potential des Bergwerks erkannt habe.  Emotional sind dann gegen Ende des Festakts die Worte des neuen und des scheidenden Betriebsleiters. Maier sagt, er habe mit seiner Aufgabe hier „einen Schatz gefunden.“

© Stadt Aalen, 03.04.2025